ArdBug

Nein, das ist kein Tippfehler, und es ist auch nicht meine Wortschöpfung, sondern einer von vielen frustrierten Kommentaren, die gestern zum Start der Pre-Order-Phase der neuen Ardberg Kreation zu lesen war. Arbeg hat wieder einmal die große Marketing-Keule ausgepackt und zum Ardbog-Day inklusive Deutschland-Tour eingeladen.

Einen Monat vor dem 1 Juni, an welchem der Neue offiziell vorgestellt wird konnte man gestern als Mitglied des überhaupt nicht exklusiven Ardbeg-Committe – also im Zweifel nach der Anmeldung per E-Mail – eine Flasche zum stolzen Preis von 80-Euro zuzüglich Versand  (16 Euro) bestellen.

Oder auch nicht. Denn so sehr das Marketing und der Hype bei den Followers an die Firma mit dem angebissenen Obst erinnert, so wenig hat Moët Hennessy offensichtlich die Technologie des 21-Jahrhunderts im Griff. Die Tatsache, dass man sich im Lauf des Bestell-Prozesses z.T. dreimal neu anmelden musste und das offensichtlich nicht nur bei mir mit komplexen Passwörtern (also solchen mit Sonderzeichen) nicht funktioniert hat, ist ziemlich bedauerlich. Dass man aber tatsächlich den Nutzern dann das Passwort im Klartext per E-Mail zusendet, wenn diese es im Web anfordern ist schon grob fahrlässig bis bösartig.

Ohne Zweifel wird der Ardbog aber mit Sicherheit ein weiterer Marketing-Erfolg für die Brennerei und den Konzern. Es bleibt zu hoffen, dass er geschmacklich eher wieder am Alligator anschließt, aber das werden wir frühestens am 1.Juni erfahren – oder vielleicht auch am 25. Mai, denn da beginnt die Tour d’Ardbog hier in München, und wir werden mal versuchen uns in die Schlange in einer Seitenstraße des Marienplatzes – noch so eine iParallele  – einzureichen. Vielleicht haben wir ja Glück und das Champions-League Finale am gleichen Abend mit den Bayern, aber in London schafft etwas Platz.

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